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Verkauf des Gebäudes mit Vergabe des Grundstückes auf Grundlage eines Erbbaurechtes

Vergabe eines Grundstücks auf Grundlage einer Erbbaurechtsvergabe und Verkauf des auf dem Grundstück aufstehenden Gebäudes der Ev.-luth. Lister Johannes- und Matthäus- Kirchengemeinde zur Umsetzung eines sozialen Konzeptes

Im Rahmen einer Erbbaurechtsbestellung wird das auf dem Grundstück befindliche Gebäude verkauft und geht in das Eigentum des Käufers über, während das Grundstück Eigentum der Lister Johannes- und Matthäus- Kirchengemeinde bleibt. Ein Erbbaurechtsvertrag nach dem Muster der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers ist abzuschließen. Für das Grundstück ist vom Erbbauberechtigten an die Kirchengemeinde ein jährlicher Erbbauzins in Höhe von z. Zt. 10.048 Euro zu zahlen (Wohnnutzung und soziale Nutzung).

Das zukünftige Erbbaugrundstück hat laut Grundbuch (Blatt 8058, Gemarkung List, Flur 24, Flurstück 14/8) eine Größe von 628 qm.
Es ist bebaut mit einem zweigeschossigen Gebäude, das eine Wohnfläche von ca. 241 qm hat und vollständig unterkellert ist. Die zusätzlich im Haus befindliche Büroeinheit hat einen separaten Eingang. Das 1966 erbaute Objekt wurde in der Vergangenheit als Pfarrhaus der Ev.-luth. Lister Johannes- und Matthäus- Kirchengemeinde genutzt und steht seit dem Auszug des Pfarrstelleninhabers für die Gemeindearbeit zur Verfügung.

Das Gebäude ist in Massivbauweise mit Verblendsteinmauerwerk ausgeführt. Das Flachdach ist mit Bitumenbahnen versehen. Es befindet sich von der Straße zurückversetzt auf dem hinteren, vollständig erschlossenen Teil des Grundstücks. Auf dem Grundstück steht aktuell kein KFZ-Stellplatz zur Verfügung.

Das Objekt verfügt über einen zentral gelegenen Flur, von dem alle Räume im Erdgeschoss erschlossen werden. Die zum Garten gelegenen Zimmer haben einen Zugang zur Terrasse.
Der Zugang zum Obergeschoss erfolgt über ein Treppenhaus mit Zwischenpodest.

Im Erdgeschoss befinden sich:
• 5 Zimmer,
• Küche,
• 2 Toiletten (WC und Waschbecken),
• 2 Flure,
• Windfang,

Die Räume verfügen teilweise über PVC, Parkett, Vinyl und Fliesen als Bodenbelag.

Im Obergeschoss befinden sich:
• 5 Zimmer,
• Bad 1: Wanne, Waschbecken, Toilette
• Bad 2: Dusche und Waschbecken
• Galerieflur

Die Räume verfügen teilweise über PVC, Dielenparkett und Fliesen als Bodenbelag.

Das westlich ausgerichtete Zimmer hat einen Zugang auf den Balkon. Das Badezimmer mit Wanne kann derzeit nicht benutzt werden und bedarf einer Sanierung. Ansonsten sind die Sanitäranlagen funktional.

Im Keller befinden sich:
• 8 Abstellräume
• Waschküche
• Heizungsraum
• Flur

Der Bürotrakt kann sowohl durch das Büro (als Durchgangszimmer) als auch über den vorhandenen separaten Eingang betreten werden.
Er verfügt über zwei separate Büros und einen weiteren Raum, der bisher von der Kirchengemeinde als Archiv genutzt wurde.

Die Büroräume verfügen teilweise über Teppich, PVC, Parkett und Fliesen als Bodenbelag.

Die Wände sind mit Raufasertapete versehen. In dem hinteren Büro hat die Außenwand einen sichtbaren Wasserschaden, der bis in den Keller hinab reicht.

In dem ehemaligen Archiv ist die Decke durch temporär eindringendes Regenwasser beeinträchtigt. Stellenweise löst sich die Tapete von der Decke bzw. ist nicht mehr vorhanden.

Da das Dach nicht mehr den aktuell gültigen Anforderungen gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht, sollte es von einer Fachfirma auf Dichtheit kontrolliert und ggf. saniert werden. Um das Objekt wurde eine Drainage verlegt.

Sämtliche Versorgungsleitungen wie Elektrizität, Frischwasser, Abwasser, Telefon- und Gasnetzanschluss sind vorhanden.

Das Gebäude hat eine bauzeittypische Ausstattung.
Die Elektrik aus dem Jahr 1966 ist funktionsfähig, entspricht in ihrer Ausgestaltung jedoch nicht mehr den neuesten Vorschriften und Standards. Nachgerüstet werden sollten auf jeden Fall FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter). Ggf. ist es sinnvoll im Rahmen einer Sanierung des Objektes die vorhandenen Stromkabel inkl. der Sicherungen zu ersetzen.

Die Fenster sind teilweise in Holz und teilweise in Kunststoff mit einer Isolierverglasung ausgeführt.
Die Kellerfenster bestehen teilweise aus Metall und teilweise aus Holz. Alle Kellerfenster sind mit einer Einfachverglasung ausgestattet. Eine Fensterscheibe muss ausgetauscht werden, da sie beschädigt ist.

Das Objekt wird von einer Gaszentralheizung beheizt. Die Warmwasserzubereitung erfolgt dezentral über einen Durchlauferhitzer. Der Heizungsraum befindet sich im Keller.
Der Zustand der Rohrleitungen ist – soweit dies im Rahmen einer Besichtigung der auf Putz verlegten Rohre ersichtlich ist – in einem ordnungsgemäßen Zustand.

Insgesamt hat das Objekt einen Zustand der 60er Jahre und weist einen Modernisierungsrückstand des Innenausbaus aus.
Sowohl die Wände als auch das Dach und die Fenster weisen teilweise einen Sanierungsstau auf. Die Elektrik wurde unserer Kenntnis nach in letzten Jahren ebenfalls nicht saniert, somit sollte über eine Erneuerung nachgedacht werden.
Das Gebäude wurde wärmedämmtechnisch noch nicht ertüchtigt. Somit ergibt sich für das Objekt laut Energieausweis eine Einstufung in die Energieeffizienzklasse G. Um den aktuellen Standard laut EnEV einzuhalten, könnte eine Wärmedämmung nachgerüstet werden.

Im hinteren Außenbereich ist das Objekt mit unterschiedlichen Zaunelementen eingefriedet.
Sowohl vor dem Gebäude als auch im rückwärtigen Bereich sind die Grundstücksflächen begrast und mit verschiedenen Bäumen bestockt.

Ein Exposé kann per Email bereit gestellt werden. Wir bitten hierzu um eine kurze Email an Marianne.Wiechmann@evlka.de oder Sebastian.Busch@evlka.de .

Sonstiges

Der Verkauf des Gebäudes erfolgt auf dem Wege des privaten Bieterverfahrens, das Grundstück wird nicht mit verkauft, sondern bleibt im Besitz der Kirchengemeinde. Es wird begrüßt, wenn die zukünftige Nutzung des Gebäudes ein soziales Konzept umfasst. Der zukünftige Eigentümer zahlt bei Nutzung zu Wohnzwecken und sozialen Zwecken einen jährlichen Erbbauzins in Höhe von z. Zt. 10.048 Euro pro Jahr für das Erbbaurecht an dem Grundstück.

Der Bauplan weist die Zweckbestimmung „Fläche für den Gemeinbedarf (Evangelisches Gemeindezentrum)“ aus. Der Erbbauberechtigte müsste ggf. eine Änderung des Bebauungsplanes herbeiführen, um das Grundstück für seine Zwecke nutzen zu können. Somit soll das Grundstück auch weiterhin vorrangig einem sozialen Nutzungszweck zugeführt werden. Eine teilweise gewerbliche Nutzung würde zu einem höheren Erbbauzins führen. Insofern wird um Beifügung eines Nutzungskonzeptes gebeten.

Lage:

Das ehemalige Pfarrhaus mit Bürotrakt befindet sich im Stadtteil Vahrenwald-List, sowohl ein Wohnstandort mit mehrheitlicher Blockrandbebauung und vielen Grünflächen als auch ein traditioneller Industriestandort. In fußläufiger Entfernung befinden sich diverse Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Die Versorgung mit Bildungseinrichtungen ist im Bereich des Stadtteils gegeben. Kindertagesstätten, Grundschule und weiterführende Schulen befinden sich im Einzugsbereich. Die ärztliche Grundversorgung ist im Stadtteil ebenfalls sichergestellt. Für die Fahrt in die Innenstadt Hannovers oder in die angrenzenden Stadtteile befindet sich eine behindertengerechte Haltestelle der Üstra-Stadtbahnlinien 3, 7 und 9 in weniger als 300 Meter Entfernung. Die Fahrtzeit in das Stadtzentrum Hannovers beträgt mit der Stadtbahn oder mit dem Auto ca. 10 Minuten. Mit der A2 und der B3 stehen zwei Schnellstraßen des überregionalen Verkehrswegenetzes zur Verfügung.


DETAILS

  • Art: Gebäude

  • Grundstück: 628 m²
  • Erbbauzins: 16,00 €/m² p.a.
  • Gebäudepreis: VHB

  • Wohnfläche: 241 m²
  • Etagen: 2
  • Zimmer: 10
  • Keller:

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Standort: 30177 Hannover

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